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» Daten & Fakten
Wie alles Begann

Anfang der 80er Jahre gründete eine Gruppe
von "Unverbesserlichen" entgegen dem allgemeinen
Trend in der damaligen DDR eine Sektion Basketball beim TSV
Stahnsdorf. Die Bezeichnung "Unverbesserlich deshalb,
weil Basketball als eine Nicht-Medaillen-mögliche Sportart
keinerlei Stellenwert oder gar Unterstützung im sonst
so sportfreundlichen System erfuhr. Im Gegenteil, es wurde
als unerwünscht angesehen, denn die wenigen großen
Leute wurden für Medaillensportarten wie Rudern gebraucht.
Aber auch im Bereich Volleyball und/oder Handball waren große
Leute sehr wichtig.
Dennoch schaffte es diese kleine Sektion die
DDR zu überleben und nahm sogar in der DDR-Oberliga teil.
Ende der 80er Jahre machte im übrigen ein gewisser Dirk
Lihs als erfolgreichster Werfer seines Teams auf sich aufmerksam.
Gründungsmitglied im BBV
So war der TSV Stahnsdorf folgerichtig auch ein Gründungsmitglied
im Brandenburgischen Basketball Verband e.V. im Jahre 1990.
Allerdings folgte nach nur einer Saison in der Oberliga der
Abstieg in die neu gegründete Landesliga.
Dirk Lihs gründet Jugendmannschaften
Bereits 1991 beschloss Dirk Lihs die alten Strukturen
zu erneuern und sowohl eine männliche als auch eine weibliche
Jugendmannschaft zu eröffnen. Er selbst besuchte dazu
Trainerlehrgänge und betreute beide Gruppen mit großem
ehrenamtlichem Engagement. Aus dieser Zeit ist mit Patric
Zenk noch immer ein Spieler, sowie mit Katrin Hagen und Anne
Fehse sogar zwei Spielerinnen aktiv. Ein großer Schub
an Nachwuchsspielern folgte im Herbst 1992. Grund waren die
beeindruckenden Spiele des Dream Teams bei den Olympischen
Spielen in Barcelona. So finden damals unter anderem der heutige
Webmaster Lars Boljahn und sein Bruder Marcus (späterer
Herrentrainer und heutiger Abteilungsleiter) den Weg in die
Gruppe von Dirk Lihs.
Im Landesverband Brandenburg konnten zumindest einige Achtungserfolge
erzielt werden. Die A-Jugend des Jahrganges 1975 und jünger
wurde 1994 beispielsweise Dritter in Brandenburg. Die besten
Spieler waren damals die Brüder Christian und Martin
Schneider. Zudem hatte auch Patric Zenk maßgeblichen
Anteil an den ersten kleineren Erfolgen. Martin Schneider
wechselte danach aber zum ASV Berlin und spielte dort fortan
sehr erfolgreich in der 2. und 1. Regionalliga.
Ab 1995 konzentrierte sich Dirk Lihs aber durch Zeitmangel
auf den weiblichen Jugendbereich. Die männliche Jugendmannschaft
wurde fortan durch verschiedene Spieler aus dem Herrenbereich
betreut. Die Herren selbst waren seit einigen Jahren ohne
festen Trainer.
Absteigender Ast im Herrenbereich
In der Landesliga konnte sich die Herrenmannschaft des
TSV Stahnsdorf ohne wirklichen Trainer nur mit wechselndem
Erfolg halten ohne jedoch eine Chance auf einen Wiederaufstieg
zu haben. Im Jahre 1996 erfolgte dann der Abstieg in die durch
den raschen Wachstum des Verbandes erschaffene Bezirksliga.
Zu dieser Zeit war die Streetballwelle auf dem Höhepunkt.
Der TSV Stahnsdorf profitierte davon als Verein aber nur wenig.
Während die weibliche Jugendmannschaft stets solide Ergebnisse
erzielte, konnte die männliche A- und B-Jugend ihre Saisonerfolge
stets an einer Hand abzählen.
Das erste Jahr in der Bezirksliga verlief in der Saison 1996/97
bis zur Aufstiegsrunde recht erfolgreich. Dort scheiterte
der TSV aber an Brandenburg und dem USV Potsdam, die in die
Landesliga aufstiegen.
Verlust vieler Spieler
Nach dieser Saison musste der Verein
den Weggang zahlreicher guter Spieler hinnehmen. Christian
Schneider folgte zusammen mit Carsten Paul seinem Bruder Martin
Schneider zum ASV Berlin. Heiko Randhahn und Norman Klos zogen
es vor beim SSC Südwest Berlin auf Korbjagd zu gehen.
Mario Stult und Sascha Beck gingen nach Ludwigfelde. Stephan
Kliesch ging nach Potsdam und Alexander Jagst hörte komplett
auf.
Die Vorzeichen für die Zukunft waren also alles andere
als rosig.

Saison 1997/1998

Enorme Probleme - Auflösung
stand bevor
Die Basketballabteilung des TSV Stahnsdorf
stand vor der vermeintlich größten Herausforderung
seiner Geschichte. Aus fast nicht nachvollziehbaren Gründen
kündigte die Leiterin der Kleinmachnower Gesamtschule
die Verträge der Trainingszeiten. Damit standen plötzlich
alle Teams ohne Trainings- und Spielstätte dar. Einzig
die weibliche A-Jugend konnte zumindest noch in der Stahnsdorfer
Heinrich Zille Schule trainieren. An einen Spielbetrieb war
jedoch in dieser veralteten und viel zu kleinen Halle nicht
zu denken.
Da auch der bisherige Abteilungsleiter Dirk
Lihs berufsbedingt für diesen Posten nicht mehr zur Verfügung
stand, war die naheliegenste und vermeintlich einfachste Lösung
die komplette Auflösung der Abteilung Basketball, da
auch ein Großteil der Spieler im männlichen Bereich
den Verein verlassen hatten in Richtung Berlin, Potsdam oder
Ludwigsfelde.
Bernd Willimzik und Marcus Boljahn übernehmen
Verantwortung
Quasi aus der Not geboren waren es die beiden 19-jährigen
Bernd Willimzik als neuer Abteilungsleiter und Marcus Boljahn
als sein Stellvertreter, die nicht aufgeben wollten und sich
der Verantwortung stellten. Als erster Erfolg konnte mit der
alten Sporthalle am Steinweg in Kleinmachnow eine neue Spielstätte
organisiert werden.
Mit drei Teams in den Spielbetrieb
So ging es mit einer A-Jugend, einer
Herrenmannschaft und der weiblichen A-Jugend in die neue Saison.
Nachdem im letzten Jahr zumindest noch der Sprung in die Aufstiegsrunde
gelang, schaffte es die Herrenmannschaft als Viertplatzierter
in der Bezirksliga nicht einmal mehr in diesen Bereich. Allerdings
deutete sich bereits ein Neuanfang an, denn mit der A-Jugend
(Jahrgang 1979 und jünger) schaffte Trainerneuling Marcus
Boljahn zumindest einen Achtungserfolg, indem man mehr Siege
als Niederlagen einfuhr und letztlich Dritter der Landesliga
wurde. Die Neulinge Haik Lorenz und André Schuster
erwiesen sich hier zusammen mit Lars Boljahn und Christian
Ziron als erfolgreiches Quartett. Auch Oliver Schwarm und
Oliver Schwichtenberg hatten maßgeblichen Anteil. Die
weibliche A-Jugend erzielte in der Oberliga eine ausgeglichene
Bilanz.

Saison 1998/1999

Der komplette Neuanfang
Motiviert von den guten Ansätzen
im A-Jugendbereich aus dem Vorjahr hatte Marcus Boljahn im
Frühsommer 1998 nach Beendigung des Abiturs eine Art
Vision. Es müsse doch gelingen mit den zahlreichen Basketballtalenten
aus der Region (immerhin landeten die Gymnasien aus Teltow
und Kleinmachnow regelmäßig auf vorderen Plätzen
im landesweiten Schulvergleich) auch eine erfolgreiche Vereinsmannschaft
zu formen. Die Landesliga sollte das kurzfristige Mindestziel
sein, mittelfristig sogar Oberliga und 2.Regionalliga. Aktuell
spielte der TSV Stahnsdorf aber in der Tristess der Bezirksliga
und dort noch nicht einmal gut.
Grundgerüst für diese Vision sollte die erfolgreiche
A-Jugend sein, aus der Haik Lorenz, Oliver Schwarm und André
Schuster altersbedingt in den Herrenbereich wechselten. Zudem
überzeugte Boljahn zunächst Norman Klos, später
Heiko Randhahn, Heiko Liesegang und letztlich auch Christian
Schneider von dieser Möglichkeit mit dem eigenen Verein
aufzusteigen. Neben den vereinstreuen Patric Zenk und Martin
Weiß komplettierten die beiden besten A-Jugendspieler
Lars Boljahn und Christian Ziron den Kader. Der eigentlich
beim VfB Lichterfelde in der Fussball Oberliga unter Vertrag
stehende Bastian Zenk half bei Gelegenheit aus.
Mit Rekordsieg ungeschlagen in die Aufstiegsrunde
Erstmals seit langer langer Zeit gab es regelmäßiges
Training und es spielten viele der besten Spieler der Region
in einer Mannschaft. Die Erfolgserlebnisse ließen auch
nicht lange auf sich warten. Ungeschlagen und mit einem sensationellen
Korbverhältnis von 908:504 Körben zog die junge
Mannschaft als hoher Favorit zusammen mit dem TuS Potsdam
in die Aufstiegszwischenrunde ein. Unvergessen bleibt dabei
der 170:54 Heimerfolg gegen den überforderten Neuling
SV Mahlow. Im übrigen entstand dieses Ergebnis nicht
durch Überzahl, sondern es war die ganze Zeit 5 gegen
5.
Bezirksligameisterschaft und Aufstiegsjubel
In der Aufstiegszwischenrunde hielt gegen den TuS Potsdam
und den SSV WSG Fürstenwalde die weiße Weste, so
dass man als Favorit in die alles entscheidende Aufstiegsrunde
einzog. Hier tat sich der TSV Stahnsdorf dann aber unerwartet
schwer. Die junge und unerfahrene Mannschaft kannte bis dato
nur hohe Siege im zweistelligen Bereich. Doch plötzlich
gab es zwar physisch unterlegene, dafür aber taktisch
weitaus gereiftere Gegner, denen man sich gegenüber sah.
Dennoch wurde die Partie gegen den USV Potsdam II trotz Anfangsschwierigkeiten
letztlich noch souverän gewonnen. Gegen den SV Optik
Rathenow unterlag das Team aber nach großem Kampf verdient
mit 78:84. Zu einem Rückspiel und damit zu einer Revanchemöglichkeit
kam es aber nicht, da Rathenow nicht antreten konnte, denn
die Aufstiegsplätze standen eh schon fest. Somit war
der TSV Stahnsdorf quasi kampflos neuer Bezirksligameister
und konnte den ersten Titel der Vereinsgeschichte ausgiebig
feiern.
A-Jugend zieht nach
Zwei Wochen später legte die A-Jugend des Jahrgangs
1980 nach und gewann in der Finalrunde sensationell alle Spiele
und damit auch den Landesligatitel. Das "magische Dreieck"
von Christian Ziron, Lars Boljahn und Bastian Zenk war hier
von keinem Team wirklich zu stoppen gewesen.
Damen, A- und B-Jugend schaffen Aufstieg
Zwar wurden die neu angemeldeten Damen des TSV Stahnsdorf
nicht Meister der Landesliga, aber der zweite Platz reichte
für das Team um das Trainergespann Dirk Lihs und Bernd
Willimzik dennoch aus, um erstmals in die Oberliga aufzusteigen.
Im Mai schafften in der Aufstiegsrunde auch erstmals die männliche
A- und B-Jugend den Sprung in die höchste Brandenburgische
Spielklasse.
Neue Hallen
Mindestens genauso wichtig wie die sportlichen Erfolge
war die neue Hallensituation. Konnte die Saison in der für
Basketball kaum geeigneten Steinwegschule begonnen werden,
so war der Abschluss mehr als feierlich. Die Finalrunde in
der Bezirksliga konnte erstmals in der Teltower John Schehr
Sporthalle ausgetragen werden. Erstmals war auch eine gewisse
Anzahl an Zuschauern (ca. 50) bei einem Spiel zugegen.
Erste Medienpräsenz
Zum Ende der Saison tauchte der Name
des TSV Stahnsdorf erstmals in der lokalen Presse auf. So
berichtete die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) von
den Erfolgen der Damen und Herren in kleinem Rahmen.

Saison 1999/2000

Wechsel zum größeren RSV Eintracht
Bereits zum Ende der letzten Saison bahnten sich größere
strukturelle Änderungen an. Der Regionale Sportverein
(RSV) Eintracht Teltow/Kleinmachnow/Stahnsdorf 1949 e.V. verfügte
zwar über ca. 1000 Mitglieder, darunter aber keine Basketballer.
Nun kam die Anfrage, ob sich ein Wechsel vom TSV zum RSV nicht
anbieten würde. Abteilungsleiter Bernd Willimzik einigte
sich mit dem TSV-Stahnsdorf Vorsitzenden Gerhard Niendorf
darüber, dass der TSV Stahnsdorf anschließend keine
Basketball Abteilung neu eröffnet. Somit stand dem Wechsel
zum RSV mit dem gleichzeitigen Erhalt der Ligenzugehörigkeiten
nichts mehr im Wege. Zum 01.06.1999 wurde dieser Schritt dann
offiziell vollzogen. Seitdem erkannt man alle TSV Stahnsdorf-Urgesteine
sofort am Spielberechtigkeitsdatum 01.06.1999 auf dem neuen
Spielerpass des RSV Eintracht.
Die ersten Vorteile wurde für alle sofort
ersichtlich, denn plötzlich war der Zugang zu Hallenzeiten
etwas einfacher als vorher. Die meisten Teams bekamen Zeiten
in der neuen Steinweghalle in Kleinmachnow. Die Herren 1 sogar
in der John Schehr Sporthalle, die fortan Spielstätte
für alle Mannschaften bildete.
Neue Jugendmannschaften
Erstmals in der Vereinsgeschichte wurden eine männliche
C-Jugend (Jahrgang 1985) und eine weibliche B-Jugend gemeldet.
Somit gingen mit den zwei Herrenteams, den Damen sowie der
A- und B-Jugend erstmals sieben Mannschaften an den Start.
Aufstiegseuphorie mit in die Landesliga genommen.
Nach der erfolgreichen Vorsaison war die Mannschaft sehr
motiviert und legte über den gesamten Sommer Extraeinheiten
ein. Auf dem Programm standen unzähligen Grundtechnikeinheiten,
welche man eigentlich im frühen Jugendalter erlernen
sollte. Für viele waren Begriffe wie Kreuz- oder Passgang
jedoch komplettes Neuland, welches nun dreimal wöchentlich
erklommen wurde.
Wieder dabei war Carsten Paul, der bereits seit Ende der Bezirksligasaison
mit der Mannschaft trainierte und einen Wechsel im Falle des
Aufstieges angekündigt hatte. Ihm folgte noch Alex Preis
vom TuS Potsdam. Zudem stieß mit dem ehemaligen Sprinter
Kevin Kuske (und jetzigem dreifachen Bob-Olympiasieger) ein
unglaublich athletischer Spieler hinzu. Dem gegenüber
stand allerdings auch der Verlust von Topscorer Christian
Tissy Schneider, den es aus privaten Gründen nach Freiburg
zog. Zudem erlitt Christian Ziron eine schwere Knieverletzung
und bestritt nur noch ein einziges Spiel. Zwar wurde extern
nur eine obere Platzierung als Saisonziel ausgegeben, jedoch
gab es intern nur eine einzige Zielstellung, welche da Durchmarsch
hieß. Um dieses Ziel zu erreichen wurde eine zusätzliche
vierte Athletikeinheit im Fit 2000 eingebaut.
Mit einer für viele Mannschaften scheinbar
ungewohnt physischen Spielweise setzte der RSV auch eine Liga
höher und unter neuem Vereinsnamen ein Achtungszeichen
nach dem anderen. Unter anderem wurde Vorjahresmeister Lauchhammer
II in eigener Halle mit 93:53 quasi überrumpelt. Auch
in der Folgezeit eilte der RSV von Sieg zu Sieg. Lediglich
Oberligaabsteiger Basket Brandenburg konnte Schritt halten,
doch aber auch dort gewann die junge Mannschaft (Durchschnittsalter
21 Jahre) mit 98:89, was quasi eine Vorentscheidung für
den Aufstieg bedeutete. Bereits vier Spiele vor Ende der Saison
konnte der Aufstieg in die Oberliga, der höchsten Spielklasse
Brandenburgs, gefeiert werden. Allerdings gelang die Landesligameisterschaft
nicht wie erhofft mit weißer Weste, denn vor eigener
Kulisse revanchierten sich die Brandenburger mit einem 63:67
Erfolg. Mit letztlich 34:2 Punkten und einem Korbverhältnis
von 1645:1181 konnte der zweite Titel und damit auch der zweite
Aufstieg in Folge am Ende bejubelt werden.
Damen zahlen Lehrgeld
Viel Lehrgeld mussten dagegen die Damen in ihrer ersten
Oberligasaison zahlen. Ohne einen einzigen Sieg hätte
die jüngste Mannschaft der Liga (18,5 Jahre) wieder in
die Landesliga absteigen müssen. Allerdings meldeten
zu wenige Mannschaften für die Oberliga, so dass die
Klasse doch noch gehalten werden konnte. Vor allem die schwere
Knieverletzung von Topscorerin Daniela Arndt überschattete
aber allgemein die Spielzeit.
Licht und Schatten im Jugendbereich
Richtig zufrieden konnte in erster Linie Trainerin Katrin
Hagen mit der Premierensaison der weiblichen B-Jugend (Jahrgang
1983 und jünger) sein. Hier gelang eine nahezu ausgeglichene
Bilanz in der Oberliga. Olivia Bölke und Katrin Arendholz
(beide noch C-Jugend) deuteten an schon in naher Zukunft Bereicherungen
für die Damen darzustellen.
Die männliche A-Jugend schaffte in seiner ersten Oberligasaison
nur zwei Siege. Hier war Lars Boljahn zu oft auf sich alleine
gestellt. Als Trainer der B-Jugend war er in der Oberliga
etwas erfolgreicher. Hier gelangen immerhin sechs Siege. Die
ganz neue C-Jugend erreichte in der Landesliga nur zwei Siege.
Internet- und Medienpräsenz
Als zweiter Verein in Brandenburg eröffnete der RSV
ab der Saison 1999/2000 eine eigene Internetseite, die seitdem
regelmäßig gepflegt wird. Der Dank für dieses
Erstlingswerk gilt dabei Christiane Lemke aus der Damenmannschaft.
Zum Ende der Saison übernahm dann Haik Lorenz die Aufgaben
des Webmasters.
In den lokalen Medien erweiterte der RSV stetig
seine Präsenz. So wurden nun regelmäßig von
den Spielen in der Landesliga in kleinen Artikeln in der PNN
und der MAZ berichtet.
Pokalspiel als Saisonhighlight
Im Viertelfinale des Landespokals erwischte
der RSV ein ganz besonderes Los. Mit dem SSV Lok Bernau kam
der Tabellenführer der 2.Regionalliga Ost in die Teltower
John Schehr Sporthalle. Trotz großem Kampf und sensationeller
Unterstützung der 150 Zuschauer war der Unterschied von
zwei Ligen doch zu groß. Es setzte eine deutliche 61:138
Klatsche und die Erkenntnis, dass es noch ein sehr sehr weiter
Weg bis zur Spitze innerhalb des Landesverbandes war.

Saison 2000/2001

Ehrgeizige Ziele und neue Gesichter
Wie schon nach dem Bezirksligaaufstieg, so legte
sich die erste Herrenmannschaft in der Sommerpause keineswegs
zur Ruhe, sondern wusste um die Defizite gegenüber anderen
Teams, die es wettzumachen galt. Nachdem Alex Preis nur noch
in der zweiten Mannschaft spielte und Kevin Kuske einen Vertrag
als Bobanschieber (eindeutig richtige Entscheidung, wie die
drei Olympiasiege später bewiesen) erhielt, musste auch
das Gesicht der Mannschaft eine wenig ergänzt werden,
um in der Oberliga bestehen zu können. So kam aus Brandenburg
Sven Nadollek sowie vom Ligakonkurrenten USV Potsdam deren
Topscorer Kai Landvoigt, der auch Angebote aus Bernau und
Spandau hatte, sich aber trotzdem für den aufstrebenden
RSV Eintracht entschied.
Erstmals ein Sponsor
Mit der Deutschen Vermögensberatung aus Michendorf
konnte erstmals ein Sponsoringvertrag abgeschlossen werden.
Dies ermöglichte unter anderem ein Trainingslager in
Warnemünde und die Verpflichtung des bosnischen Centers
Jasmin Hadzic. Mit diesem Kader glaubte man als Aufsteiger
erneut eine gute Rolle auch in der Oberliga spielen zu können,
bzw wenn alles ideal läuft, sogar ganz oben mit dabei
zu sein.
Verpatzter Saisonstart als Motivation
Die erste Mannschaft startete entsprechend mit großen
Erwartungen in die erste Oberliga-Saison, doch der Auftakt
beim Meister BBC Cottbus ging mit 66:92 gründlich daneben.
Jeder erkannte, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen
und der Sprung von der Landesliga zur Oberliga recht groß
ist. Freiwillig wurde auf viermal die Woche Training erhöht
und es gelang das physisch dominante Team der Liga zu werden
und die nächsten fünf Spiele für sich zu entscheiden.
Auch die Heimniederlage gegen Schwedt (77:86) brachte das
Team nicht mehr aus der Bahn.
20:8 Punkte und Oberligatitel
Mit 20:8 Punkten stand am Ende punktgleich mit dem Erstplazierten
BG Schwedt der zweite Tabellenplatz und damit die Qualifikation
für die Playoffs zu Buche. Hier kam es zum erneuten Aufeinandertreffen
mit dem Meister BBC Cottbus. In zwei hochdramatischen Spielen
(76:68, 88:85) wurde der Einzug ins Finale perfekt gemacht,
in dem man überraschend auf die BG Lauchhammer traf,
die zuvor Schwedt ausschalten konnte. Beide Finalspiele gegen
die Niederlausitzer konnten souverän (89:70, 86:74) gewonnen
werden. Unglaubliche 300 Zuschauer beim Finalhinspiel in Teltow
und 50 nach Lauchhammer mitgereiste Fans feierten ausgelassen
die erste Oberliga-Meisterschaft.
Relegationsspiele
Diese berechtigte jedoch nicht automatisch zum Aufstieg
in die 2.Regionalliga, denn schon eine Woche später standen
die letztmalig notwendigen Relegationsspiele gegen die Meister
aus Berlin (Wasserfreunde Spandau) und aus Sachsen Anhalt
(SV Halle II) auf dem Programm. Ausrichter waren die Saalestädter,
die uns in einem hochdramatischen erst in der Schlussphase
mit 74:71 bezwingen konnten. Im anschließenden Spiel
gegen Spandau (58:74) fehlte dann einfach die Kraft und die
Enttäuschung nicht nur bei den 80 mitgereisten RSV-Fans
war riesengroß.
Neu in dieser Saison waren erstmals die dritte und vierte
Mannschaft, die jeweils in der Bezirksliga an den Start gingen
und fünfter bzw. neunter in ihrer Gruppe wurden.
Herren II enttäuschen
Als weitere Neuerung wurde mit dem TuS Potsdam eine Kooperation
beschlossen, so dass die zweite Herren automatisch in der
Landesliga spielten. Dieses Team, zusammengesetzt sowohl aus
Potsdamer als auch aus RSV-Spielern, fand aber aus diversen
Gründen im Verlauf der gesamten Saison nie wirklich zueinander.
Am Ende stand ein enttäuschender 9.Platz und somit der
Abstieg in die Bezirksliga zu Buche.
Damen und Jugend mäßig erfolgreich
Die Damen erreichten in ihrer zweiten Oberliga-Saison
unter dem neuen Trainergespann André Schuster / Marc
Andree den fünften Platz.
Die Jugendteams des RSV zahlten viel Lehrgeld. Immerhin schaffte
die männliche A-Jugend (81er Jahrgang und jünger)
die Oberliga-Qualifikation und wurde dort Achter. B- und C-Jugend
litten an vielen Trainerwechseln und dementsprechenden Spielerabgängen
nach Berlin, so dass hier nur hintere Plätze in der Landesliga
heraussprangen.
Saisonvorbereitung 2001/2002 neuer Trainer
- neuer Anlauf mit
Torsten Schierenbeck
Die wohl wichtigste Veränderung in der Saisonvorbereitung
war die Verpflichtung von Torsten Schierenbeck als neuen Coach
der ersten Herren. Der bisherige Trainer Marcus Boljahn fungierte
nun als Co-Trainer und gleichzeitig als neuer Abteilungsleiter.
Die Weggänge von Center Jasmin Hádzic (zurück
nach Bosnien) und Aufbauspieler Heiko Liesegang (berufliche
Verpflichtungen) wurden durch die Neuzugänge Silvio Ueberschär
(SC Potsdam), Thomas Raupach und Thomas Rösch (beide
USV Potsdam) sowie Thomas Baumgartner (SSC Südwest) mehr
als kompensiert. Erstmals gab es somit Konkurrenzkampf innerhalb
des Kaders, der jedoch in keinster Weise die Mannschaftschemie
störte. Das Saisonziel war ganz klar ausgesteckt - die
Verteidigung der Meisterschaft und somit die unmittelbare
Qualifikation für die 2.Regionalliga. Dies war seit dieser
Spielzeit nämlich möglich.
Auch die in die Bezirksliga abgestiegene zweite Mannschaft
startete unter Trainer Heiko Randhahn einen Neuanfang. Mit
den Neuzugängen Martin Weiß (erste Mannschaft),
Steffen Schröter (BG Schwedt) und Sebastian Hagen (Oranienburg)
sollte der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga gelingen.
Auch im Jugendbereich sind erste Verbesserungen in Sicht.
Die männliche U16 mit dem neuen Trainer Marcus Boljahn
schaffte die Oberliga-Qualifikation, ebenso wie die männliche
U20 und weibliche U18 unter dem Trainergespann Katrin Hagen
/ Dirk Lihs.
Überdies wurde mit Trainer Lars Boljahn eine U12-Trainingsgruppe
ins Leben gerufen.

Saison 2001/2002
Herren I verpassen erneut haarscharf den
Aufstieg, Herren II ungeschlagen zum Aufstieg
Nachdem in der regulären Saison für die erste
Herren nahezu alles optimal lief (nur eine Niederlage gegen
Bernau II) und mit André Gerlach ein neuer Flügelspieler
hinzugestoßen war, ging man als hoher Favorit in die
Playoffs. Dort wurde im Halbfinale Lauchhammer deutlich besiegt
(78:103, 116:75), so dass im Endspiel der SV Preußen
Frankfurt/Oder wartete, der in der regulären Saison zweimal
knapp geschlagen werden konnte.
Die Frankfurter hatten vor der Saison alle Cottbusser Spieler
inklusive deren Coach René Schilling an die Oder geholt.
Gegen diese Mischung aus Frankfurtern (Oberligameister 1998)
und Cottbussern (Meister 2000) tat sich der RSV in beiden
Finalspielen vor allem in der Defensive sehr schwer. Trotz
des 89:87 Hinspielerfolgs konnte im Rückspiel in Teltow
vor der Rekordkulisse von 450 Zuschauern dieser Vorsprung
nicht verteidigt werden. Der Endstand von 71:75 löste
Entsetzen und zahlreiche Tränen auf RSV-Seite aus. Einigen
Spielern versagten am Ende einfach die Nerven und so konnten
die Gäste den Aufstieg in die 2.Regionalliga feiern.
Mehr Grund zur Freude hatten die Spieler der zweiten Mannschaft
am Tag danach. Sie schlugen im Aufstiegsturnier die Teams
aus Fürstenwalde und Perleberg und machten den Aufstieg
in die Landesliga damit perfekt. Auch in den folgenden Platzierungsspielen
blieb das Team ungeschlagen und wurde Bezirksligameister.
Sensationeller Pokalsieg gegen Bernau
Ein kleiner Trost für die erste Herren sollte dann
wenigstens der Pokalwettbewerb sein. Hier schaffte man den
Einzug ins Finale gegen den zwei Ligen höher agierenden
SSV Lok Bernau. In einer dramatischen Schlussphase konnte
der 99:92 Sieg über die Zeit gerettet werden und der
RSV durfte den Landespokal in Empfang nehmen. Dieser Triumph
berechtigte automatisch zur erstmaligen Teilnahme am DBB-Vereinspokal.
Die Damen verteidigten in der Oberliga ihren fünften
Platz aus der Vorsaison
Die Jugendteams gewannen in den Oberliga zwar nur sehr wenige
Spiele, jedoch war eine deutliche Verbesserung dennoch bei
allen erkennbar und die Rückstände konnten verkürzt
werden.

Saison 2002/2003

Endlich geschafft! Regionalligaaufstieg
Torsten Schierenbeck verlässt den Verein
Saisonvorbereitung 2002/2003
Mit Gerald Stein konnte ein ehemaliger 1.Bundesligaspieler
als neuer Co-Trainer verpflichtet werden. Er arbeitete schon
zuvor erfolgreich mit Torsten Schierenbeck bei der BG Zehlendorf
zusammen. Nach dem Weggang von Aufbauspieler Norman Klos zum
USV Potsdam und der schweren Knieverletzung von Heiko Randhahn
sind die beiden Point Guards René Rimmler (VfL Lichtenrade)
und Simon Kiefer (DBV Charlottenburg) die einzigen beiden
Neuzugänge.
Alle Jugendmannschaften (mU18, mU16, mU14, wU18) schafften
die Qualifikation für die Oberliga. Erstmals wird beim
RSV eine U14-Mannschaft mit Trainer Lars Boljahn an den Start
gehen. Neuer Trainer der mU16 ist Marc Andree, da der bisherige
Coach Marcus Boljahn nun die mU18, die gleichzeitig auch in
der Bezirksliga als Herren III an den Start geht, übernimmt.
Aufgrund einiger Abgänge werden die Damen fortan freiwillig
in der Landesliga auf Korbjagd gehen.
Saison 2002/2003 Endlich geschafft!
Regionalligaaufstieg der Herren I und Oberligaaufsteig
der
Herren II
Nach 28:0 Punkten und einem Korbverhältnis von 1479:984
während der regulären Saison, gingen die Herren
I erneut als beste Mannschaft in Playoffs. In der ersten Runde
wurde dort Schwedt mit den jeweils höchsten Saisonsiegen
(150:77, 138:62) bezwungen. Schon hier zeigte das Team, dass
nicht noch einmal die gleichen Fehler der Vorsaison auftreten
sollen, als z.T. einige Gegner unterschätzt wurden. Diesmal
wurde konsequenter Basketball von Anfang bis zum Ende gespielt.
Im Finale, das erstmals im Modus best of three ausgetragen
wurde, traf man nun auf die zweite Mannschaft des SSV Lok
Bernau. Nach der nervösen ersten Halbzeit im Hinspiel
(45:43) war es im zweiten Abschnitt Haik Lorenz mit 17 Punkten
und perfekter Trefferquote, der die Weichen auf Sieg stellte.
Schlussendlich gewann der RSV noch souverän mit 91:64.
Im Finalrückspiel vor 300 Zuschauern löste der 108:91
Erfolg direkt mit dem Schlusssignal einen unglaublichen Jubel
aus. Nach zwei vergeblichen Anläufen in den Vorjahren
war nun der Aufstieg in die 2. Regionalliga endlich vollbracht.
Drei Wochen später gab es erneuten Grund zum Feiern,
denn auch die zweite Mannschaft unter Spielertrainer Heiko
Randhahn konnte einen Aufstieg bejubeln. Nach dem Landesligaaufstieg
im Vorjahr gelang nun gleich der direkte Durchmarsch in die
Oberliga. In diesen zwei Jahren verlor die RSV-Reserve dabei
lediglich ein Punktspiel gegen den Mitaufsteiger Fürstenwalde.
Highlight im DBB-Pokal
Im DBB-Vereinspokal gewinnt der RSV in der ersten Runde überraschend
gegen den zwei Ligen höher aktiven Bremer TS Neustadt
mit 94:79 und zieht in die zweite Runde ein. Gegen den Vierten
der 2.Bundesliga Nord, die Düsseldorf Magics, liefert
die Mannschaft vor 350 Zuschauern einen beherzten Kampf und
konnte bis zum dritten Viertel den Rückstand bei acht
Punkten halten (50:58). Am Ende fehlte die Kraft und der haushohe
Favorit aus der Rheinmetropole gewann in Teltow mit 93:61.
Jugend etabliert sich
Auch die Jugendmannschaften des RSV Eintracht konnten
den Abstand zur Landesspitze deutlich verringern. Alle Teams
schafften es sich direkt über die Ermittlung der Platzziffer
für die Oberliga im nächsten Jahr zu qualifizieren.
Darüber hinaus sind mit Kevin Terpe und Marcus Pahl erstmals
zwei Spieler des Vereins in der U16-Landesauswahl des Verbands.
Die Damen werden nach ihrem freiwilligen Rückgang in
die Landesliga Vizemeister dieser Spielklasse.
Die Herren III gehen mit einem Durchschnittsalter von 17 Jahren
in der Bezirksliga an den Start und gewinnen immerhin zwei
Spiele. Das älteste Team der Bezirksliga, die Herren
IV, gewinnen sogar erstmals fünf Saisonspiele.
Zum Saisonabschluss richtet der RSV erstmals
das Final-Four um den Brandenburger Landespokal aus. In der
Neuauflage des letztjährigen Finals unterliegt der RSV
diesmal dem Zweitligaaufsteiger SSV Lok Bernau mit 74:89.
Trotz dieser Niederlage ist der RSV damit erneut für
den DBB-Pokal qualifiziert.
Abschied der Trainer
Nach zwei Jahren Trainertätigkeit beim RSV verlässt
Torsten Schierenbeck den Verein in Richtung BBC Magdeburg.
Auch Co-Trainer Gerald Stein beendet sein Engagement und ist
fortan nur noch Jugendtrainer bei der BG Zehlendorf. Auch
Heiko Randhahn und Lars Boljahn müssen berufsbedingt
kürzer treten und legen daher ihre Trainertätigkeit
beim RSV nieder.

Saison 2003/2004
Neue Saison! Neue Strukturen! Neue Gesichter!
Neue Trainer
Nach dem Verlust von nahezu dem kompletten Trainerstab,
begann für die Vereinsführung sofort nach Beendigung
der Saison die intensive Suche nach neuen Coaches und Übungsleitern.
Als neuer Head-Coach für die erste Herren konnte der
ehemalige ukrainische Nationalspieler Vladimir Pastushenko
verpflichtet werden. Er kommt vom SSC Südwest Berlin
und besitzt die B-Lizenz des Deutschen Basketball Bundes.
Neuer Assistenz-Coach der ersten Mannschaft und gleichzeitig
Head-Coach der Zweiten wird Mirko Renner. Er besitzt die C-Lizenz
und trainierte zuvor den Landesligisten SC Potsdam.
Neuer Coach der männlichen U16 wird Kai Buchmann, der
zugleich als Landestrainer in Brandenburg tätig ist.
Die Leitung der männlichen U14 übernehmen mit Paul
Schwarz, Stefan Marx und Patrick Brehmer drei Akteure der
U20 in Zusammenarbeit.
Öffentlichkeitsarbeit
Wichtige strukturelle Neuerungen werden geschaffen. Daniel
Fritzsche und Robert Guß kümmern sich um den Bereich
Management und Sponsoring. Darüber hinaus konnte mit
Marcus Strenk ein erfahrener Artdirektor für den Bereich
Vereinsdesign gewonnen werden. Das neue Vereinslogo stammt
von ihm. Die Homepage, komplett neu designed und überarbeitet
von Lars Boljahn, erstrahlt in neuem Glanz und erfreut sich
großer Beliebtheit. Zudem entwickelt Alexander Neef
ein Datenbanksystem, so dass mehrere Online-Autoren fortan
für Inhalte sorgen können.
Sponsoring
Mit dem Energieversorger E.dis unterzeichnet der RSV einen
Sponsoringvertrag. Zudem können mit der Druckerei Grabow
Teltow, dem Fitness Center Atlantis Berlin Marienfelde, der
Dorian Gray Diskothek am Potsdamer Platz sowie der Firma Iskay
wichtige Partner gewonnen werden.
Das Personalkarussell dreht sich
Haik Lorenz, neben Patric Zenk der einzige RSV-ler, der
alle Aufstiege aktiv miterlebt hat, verlässt den Verein
in Richtung USA zur Vollendung seines Studiums. Norman Klos
kehrt nach einem Jahr USV Potsdam wieder zurück in die
zweite Mannschaft.
Erstmals stoßen auch talentierte Jugendliche
neu dazu. So schaffen die beiden 18 jährigen Tim Modersitzki
und Marcelo Fonseca (beide vom SSC Südwest Berlin) sofort
den Sprung in die Regionallamannschaft. Im Laufe der Saison
stößt mit Gerrit Goergen (19 Jahre) ein weiterer
hochtalentierter U20-Spieler zur ersten Mannschaft hinzu.
Den Reigen der neuen Talente schließen die beiden U20-Centerspieler
Malte Binting und Mario Lück ab.
Vitali Lohmann vom MBSV Belzig (19 Jahre) und Florian Bahr
SC Potsdam (17) trainieren beim Oberligateam mit. Guido Findeisen
(18) vom TuS Potsdam etablierte sich auf Anhieb als Leistungsträger
der zweiten Herren.
Einziger "erwachsener" Neuzugang der ersten Mannschaft
ist der 24 jährige Rouven Woczikowski vom SSV Lok Bernau.
Dafür verlässt René Rimmler das Team im Dezember
Richtung Lichtenrade nach einer für ihn persönlich
unzureichend verlaufenen Hinrunde.
U16 & U20 werden Landesmeister
Die männliche U16 und U20 werden erstmals Landesmeister
in Brandenburg und qualifizieren sich somit für die Ostdeutschen
Meisterschaften. Die U16 darf diese sogar ausrichten und scheiterte
erst im Halbfinale am TuS Lichterfelde. Zudem schafften mit
Kevin Terpe, Marcus Pahl, Eike Marohn, Bastian Henrion, Philip
Geipel und Sören Arndt gleich sechs RSV-Akteure den Sprung
in die U16-Landesauswahl Brandenburgs.
Die U20 drang in Halle sogar bis ins Finale vor und musste
sich dort lediglich dem TuS Lichterfelde geschlagen geben.
Als Ostdeutscher Vizemeister durfte die Mannschaft zu den
Norddeutschen Titelkämpfen nach Göttingen reisen,
um dort das Halbfinale zu erreichen, dort aber gegen den späteren
Deutschen Meister aus Lichterfelde abermals unterlegen zu
sein. Dennoch ist dies der größte Erfolg, den je
eine Brandenburger Jugendmannschaft erringen konnte. Ferner
gelangten Tim Modersitzki und Marcelo Fonseca bei den Tryouts
unter die besten 48 U20-Spieler Deutschlands. Für Modersitzki
reichte es anschließend sogar für einige Länderspiele.
Klassenerhalt geschafft
Nach einigen Startschwierigkeiten mit vielen knappen und
daher unnötigen Niederlagen reichte es am Ende doch recht
souverän zum neunten Tabellenplatz und damit zum Klassenerhalt
in der 2.Regionalliga Ost. Auch die zweite Herrenmannschaft
hielt souverän in ihrer Oberligapremiere als letztlich
Fünfter die Klasse.
Besonders positiv auch das Abschneiden der dritten Mannschaft.
Diese schaffte mit einem Alterschnitt vo 18 Jahren den Aufstieg
aus der Bezirksliga in die Landesliga. Ebenso errungen die
Damen als Landesligavizemeister den Oberligaaufstieg.

Saison 2004/05

Kai Buchmann neuer Co-Trainer, Thomas
Baumgartner wird Damencoach
Im Bereich des Trainerstabes gab es nur
eine wesentliche Änderung. Kai Buchmann übernahm
das Amt des Head Coaches der Oberligamannschaft und wird zugleich
Co-Trainer im Regionalligateam. Mirko Renner musste durch
die Studiumsendphase etwas kürzer treten und kümmerte
sich um die dritte Herrenmannschaft.
Thomas Baumgartner kehrt nach einer Saison in Magdeburg nicht
nur als Spieler zurück, sondern übernimmt auch fortan
als Trainer die Geschicke der Damen Oberligamannschaft.
Aufbau einer Miniabteilung
Gleichzeitig wird angestrebt dem Verein mittel- und langfristig
ein Fundament zu schaffen und daher endlich im Minibereich
zu arbeiten. Dazu wird zunächst eine gemischte Minimannschaft
eröffnet. Dieser wichtigen Aufgabe widmet sich Daniela
Arndt. Relativ rasch wächst diese Gruppe an. Begünstigtend
sind hierbei die Erfolge und die Präsenz der Herrenmannschaft
in der 2.Regionalliga. Kai Buchmann entdeckt schnell sein
Interesse für diesen Bereich und leitet fortan mit Daniela
Arndt zusammen das Training.
TLG Immobilien neuer Sponsor
In der Saisoneröffnungsfeier in der Berliner Diskothek
Dorian Gray konnte Manager Daniel Fritzsche mit der TLG Immobilien
GmbH aus Potsdam einen neuen Trikotsponsor vorstellen. Der
bisherige Sponsor e.dis blieb dem Verein treu.
Wichtige Neuzugänge und Vizemeisterschaft
Zunächst einmal hatte Trainer Vladimir Pastushenko
den Weggang von U20-Nationalspieler Tim Modersitzki zu verkraften.
Dieser folgte dem Ruf des ALBA Berlin Kooperationspartners
TuS Lichterfelde. Zudem verließ Rouven Woczikowski berufsbedingt
den Verein in Richtung Hamburg. André Gerlach zog es
zum DBV Charlottenburg. Quasi im Gegenzug wechselte Dreierspezialist
Michael Jankowski vom DBV zum RSV Eintracht. Der dritte wichtige
Neuzugang war Aufbauspieler Martin Scholtes von der BG Zehlendorf.
Trainer Pastushenko hatte dabei ein gutes Händchen bewiesen,
denn Rückkehrer Baumgartner und auch beide Neuzugänge
hatten als die drei erfolgreichsten Werfer des Teams maßgeblichen
Anteil am Gewinn der Vizemeisterschaft. Unvergessen bleibt
sicher dabei der 87:86 Heimerfolg gegen den Meister Aschersleben
Tigers, als Martin Scholtes quasi in letzter Sekunde einen
Korbleger trotz Foulspiels verwandelte und den anschließenden
Siegtreffer mit einem verwandelten Freiwurf markierte. Letztlich
reichte der zweite Platz aber nicht zum Aufstieg.
Licht und Schatten bei anderen Teams
Während die stark verjüngte zweite Herrenmannschaft
am Ende nur den siebenten Platz in der Oberliga belegte und
damit hätte (durch den Abstieg von Cottbus und Potsdam
aus der 2.Regionalliga) in die Landesliga absteigen müssen,
rettete die dritte Mannschaft den eigentlich verlorenen Oberligaplatz
quasi durch die Hintertür. Gespickt mit einigen erfahrenen
Akteuren holte sich das Team um Trainer Mirko Renner die Landesligameisterschaft.
Damit gewann erstmal eine dritte Mannschaft eines Vereins
den Titel der Landesliga. Die Damen zeigten unter Coach Baumgartner
ein deutlich verbessertes Auftreten und hielten mit dem fünften
Platz letztlich souverän die Oberliga.
Einziger Lichtblick im Jugendbereich war die männliche
U14. Diese wurde Vizemeister in Brandenburg und qualifizierte
sich damit für die Ostdeutschen Meisterschaften in Berlin.
Dort reichte es allerdings nur zu einem fünften Platz.

Saison 2005/06

Verstärkung aus Übersee
Erstmals in der Vereinsgeschichte wurden
mit den Brüdern Jesse und Joe Deister zwei Spieler aus
Übersee verpflichtet. Da Hauptkonkurrent Berliner Turnerschaft
mit vielen ehemaligen Bundesligaspielern enorm aufgerüstet
hatte, entschieden sich die RSV-Verantwortlichen zusammen
mit dem Trainergespann zu diesem Schritt. Zuvor konnten mit
Henryk Cielinsky und Sascha Vogler (beide aus Marzahn gekommen),
Niklas von Tschirnhaus (BG Zehlendorf) und Idir Mahiout (SSV
Lok Bernau) allesamt regionalligaerfahrene Akteure gewonnen
werden. Damit konnten die Abgänge von Marcelo Fonseca
(Bernau) und Malte Binting (Abipause) mehr als egalisiert
werden. Im Laufe der Saison schaffte der aus Oldenburg zugezogene
Christoph Weise noch den Sprung in den Kader. Ebenso kehrte
Gerrit Goergen nach den Stationen ASV Berlin und Bernau wieder
zum RSV zurück.
Bewegung im Sponsorenbereich
Wie im Vorjahr gab es auch diesmal in der Sommerpause
gehörig Bewegung im Sponsoren- und Partnerbereich. Neue
Trikotsponsoren wurden das Opel PKW-Center Kleinmachnow sowie
die Mittelbrandenburgische Sparkasse. Die letztjährigen
Hauptsponsoren TLG und e.dis mussten ihr Engagement leider
beenden. Mit der TRP Bau GmbH aus Stahnsdorf und der UCI-Kinowelt
Potsdam konnten auch die beiden Flächen auf den Shorts
vergeben werden. Als Fitnesspartner steht fortan das Fit 2000
in Stahnsdorf bereit.
Im Laufe der Saison kam überdies noch die RWT-Rohrreinigung
aus Kleinmachnow als Rückensponsor hinzu. Deren Geschäftsführer
Dirk Eggers rief das Halbzeitgewinnspiel mit dem 10000 Cent-Wurf
ins Leben.
Ungeschlagene Meisterschaft
Mit diesem noch nie da gewesenen Kader konnte das Saisonziel
natürlich nur Aufstieg heißen. Nach einem standesgemäßen
Saisonstart mit zwei hohen Siegen wollte es der Spielplan
so, dass man gleich gegen den vermeintlichen Hauptkonkurrenten
Berliner TS traf. Dieses ohnehin brisante Duell erfuhr zusätzliche
Brisanz durch Flügelspieler Thomas Baumgartner, der unter
der Woche recht überraschend seinen Wechsel eben zu jenem
Hauptgegner verkündete. Angefeuert von einem frenetischen
Publikum zeigte der RSV eine seiner besten Saisonleistungen
und schuf mit dem 87:82 einen wichtigen Grundstein zum späteren
Aufstieg. Da auch in den folgenden Partien die Mitkonkurrenten
aus Weißenfels und Spandau bezwungen werden konnten,
war es der Mannschaft möglich in Ruhe weiter zu arbeiten.
Vorentscheidender Knackpunkt der Saison war dann wohl der
knappe 80:78 Erfolg beim DBV Charlottenburg. Nicht nur dass
man grade so mit einem blauen Auge davon gekommen war, nein
zeitgleich hatte die Berliner TS bei Marzahn verloren, woraufhin
selbige das Projekt Aufstieg scheinbar aufgegeben hatten.
Jedenfalls wurde die Mannschaft über Weihnachten aus
dem Wettbewerb zurückgezogen.
Die Mannschaft von Trainer Vladimir Pastushenko blieb auch
in der Folgezeit souverän und durch ein 94:81 gegen den
DBV Charlottenburg konnte auf heimischen Parkett bereits vier
Spieltage vor Ende die Meisterschaft und damit der Aufstieg
gefeiert werden. Da auch die verbliebenen drei Spiele siegreich
gestaltet wurden, konnte im April eine ungeschlagene Saison
gefeiert werden. Gekrönt wurde die Saison letztlich durch
den Gewinn des Landespokals mit einem 101:75 beim USV Potsdam.
Leistungskader im Minibereich
Die erst seit einem Jahr trainierenden Minis wurden sinnvollerweise
in einen Leistungs- und Förderkader unterteilt. Schnell
wurde ersichtlich, dass die gute Arbeit von Kai Buchmann als
Trainer hier rasche Früchte trägt. In den Altersklassen
U12 und U11 blieb der RSV Eintracht im Landesverband Brandenburg
ungeschlagen. Daniela Arndt schied berufsbedingt für
diesen Bereich als Trainerin leider aus. Unterstützung
erfuhr Buchmann hier durch den Zivildienstleistenden Felix
Büttner. Zudem sah auch Mirko Renner hier ein Aufgabenfeld
mit viel Potential und übernahm die U10. Zu guter letzt
stieß mit Doro Schneider eine engagierte Trainerin hinzu,
die sich künftig den Allerkleinsten (U9) widmen möchte.
Playoffs für Damen und Herren II
Erstmals in der Vereinsgeschichte gelang
sowohl den Damen als auch den Herren II der Einzug in die
Meisterschaftsplayoffs in der Oberliga. Nach jeweils total
verpatztem Saisonstart mit fünf Auftaktniederlagen rafften
sich beide Teams in der Folgezeit noch einmal auf und schafften
Dank einer Energieleistung noch den Sprung in die Playoffs.
Dort war allerdings jeweils im Halbfinale Endstation.

Saison 2006/07

Personelle Veränderungen
Mit dem Aufstieg in die 1.Regionalliga
Nord veränderte sich natürlich auch ein wenig das
Gesicht der Mannschaft. Sebastian Schmohl (AdW Berlin) und
der aus Brandenburg stammende Michael Fleischmann (TuS Lichterfelde)
kamen hinzu. Mit den drei jungen Toni Schindel, Christoph
Koar (beide AdW Berlin) und Armin Ahmadi (Spandau) waren auch
die Positionen von der Bank gut besetzt. Immerhin mussten
die Abgänge von Jesse Deister (Breitengüßbach),
Silvio Ueberschär (FB Berlin) und Kapitän Carsten
Paul (Karrierende) kompensiert werden.
Neuer Hauptsponsor
Mit der DESIGN Bau AG konnte Manager Daniel Fritzsche
einen neuen Hauptsponsor verpflichten.
Kooperation mit SC Lurich -> Teilnahme
am Berliner Spielbetrieb
Da ein Antrag auf Teilnahme außer Konkurrenz als
Brandenburger Verein im Berliner Spielbetrieb abgelehnt wurde,
musste der RSV sozusagen einen "Umweg" gehen. Mit
dem bis dato weitgehend unbekannten Berliner Verein SC Lurich
fand der RSV einen Partner, der unseren U12-Talenten eine
Plattform bieten konnte.
Das RSV-Märchen -> Aufstieg in 2.Bundesliga
In der neuen Liga lief es für den RSV Eintracht zunächst
überhaupt nicht. Aus den ersten fünf Spielen stand
gerade einmal ein Heimsieg gegen Bremen-Vegesack und folgerichtig
der letzte Tabellenplatz zu Buche. Nach einer Krisensitzung
entschloss man sich noch einen Center zu verpflichten. Der
gerade in Schweden verweilende Kanadier Jonathan Clark wurde
nach Berlin eingeflogen und hinterließ im DBB-Pokal
beim DBV Charlottenburg einen guten Eindruck. Neben Clark
stieß mit Nael Jazeh noch ein Aufbautalent hinzu. Scheinbar
waren dies genau die noch fehlenden Puzzle-Teile im Spiel
des RSV. Denn nachfolgend gewann man nicht nur mit 82:80 beim
damaligen Tabellendritten aus Osnabrück, sondern auch
anschließend agierte der RSV Eintracht in der 1.Regionalliga
nicht mehr wie ein Aufsteiger. Die Mannschaft von Coach Pastushenko
eilte von Sieg zu Sieg und kletterte damit in der Tabelle
immer weiter nach oben. Als man nach der Hinrunde bereits
auf dem dritten Platz angelangt war, wurde das Saisonziel
vom Klassenerhalt in Richtung Aufstieg korrigiert. Daher wurde
Jonathan Clark auch bis Saisonende weiterverpflichtet.
Auch in der Rückrunde agierte die Mannschaft trotz zwischenzeitlicher
Verletzungsprobleme unbeirrt und rückte Ligaprimus Aschersleben
immer mehr auf den Pelz. Schließlich kam es drei Spieltage
vor Ende bei den Anhaltiner zum großen Showdown, welchen
der RSV vor 1000 Zuschauer mit 102:93 für sich entschied
und damit den Aufstieg in die 2.Bundesliga bejubeln durfte.
Standesgemäß wurden auch die beiden verbleibenden
Saisonspiele gewonnen, so dass die Brandenburger damit insgesamt
19 Spiele in Folge ungeschlagen blieben. Pikanterweise war
Jonathan Clark am 19.Oktober in Berlin gelandet und hatte
natürlich auch die Trikotnummer 19 erhalten. Joe Deister
erzielte im Schnitt 29 Punkte pro Spiel und wurde anschließend
durch eurobasket.com zum MVP der Regionalliga Nord gewählt.
Auf Anhieb U12-Vizemeister in Berlin, U16
Brandenburger Meister
Unter dem Namen SC Lurich konnte zunächst die Qualifikation
für die Berliner Oberliga in der U12 geschafft werden.
Anschließend überzeugte die Mannschaft von Trainer
Kai Buchmann auch die letzten Zweifler und gewann überraschend
die Vizemeisterschaft. Einige Spieler werden durch die Berufung
in die Berliner Landesauswahl belohnt.
Erfreulich war auch das Abschneiden der U16, die in Brandenburg
zum zweiten Mal nach 2004 die Meisterschaft feiern konnte.
Herren II rücken in 2.Regionalliga nach
Die ohnehin schon erfolgreiche Saison
rundete die zweite Herrenmannschaft ab, die sich erstmals
den Titel in der Oberliga sichern konnte und damit in die
2.Regionalliga aufstieg. In der Finalrunde setzten sich die
Buchmann-Schützlinge letztlich souverän gegen den
ärgsten Konkurrenten aus Lauchhammer durch. Carsten Paul
und Kai Landvoigt konnten dabei zum dritten Mal einen Oberligatitel
erringen.
Die dritte Herrenmannschaft muss durch Spielermangel am Ende
leider aus der Landesliga zurückgezogen werden.
Saisonhighlight im BBL-Pokal gegen Vizemeister
Artland Dragons
Als einzige Nicht-Bundesliga-Mannschaft
war der RSV Eintracht bis in den BBL-Pokal vorgedrungen. Dort
bescherte das Los den späteren Vizemeister Artland Dragons
Quakenbrück, der nach Teltow reisen musste. 450 Zuschauer
in der rappelvollen John-Schehr-Halle wollten sich dieses
Spektakel nicht entgehen lassen. Die Brandenburger lieferten
dem haushohen Favoriten dabei lange Paroli und unterlagen
erst durch schwindende Kräfte am Ende mit 67:100, nachdem
man zur Halbzeit nur 38:48 zurücklag und zwischenzeitlich
sogar führte.

Saison 2007/08

Auf ins Abenteuer Bundesliga
Große Veränderungen standen
nicht nur für den RSV Eintracht an, sondern auch für
die 2.Bundesliga. Selbige hatte bis dato immer in einer jeweils
gleichberechtigten Nord- und Südgruppe zu jeweils 16
Teams agiert. Auf Drängen der BBL hin wurde nun eine
eingleisige 2.Bundesliga angestrebt, so dass der Kompromiss
einer nun nicht mehr gleich gestellten 2.Bundesliga Pro A
und Pro B erreicht wurde. Unter wirtschaftlichen und sportlichen
Aspekten (Ergebnisse der letzten vier Jahre) wurden nun die
Teams auf Pro A und B verteilt, wobei der RSV als absolutes
Greenhorn natürlich in die Pro B kam. Martin Scholtes
(FB Berlin), Michael Fleischmann (Wolfenbüttel) und Jonathan
Clark (BC Mures) verließen den Verein. Neu hinzu kamen
Steve Krajewski (Bernau), Marco Woamey (Weiden), Seth Engelken
(Texas A&M), Souleymane Diallo (FB Berlin) sowie im Laufe
der Saison noch Michael Jost und Jacob Ndi (beide Central
Hoops). Letzterer ersetzte Ricardo Steuer (Marzahn), der berufsbedingt
den zeitlichen Anforderungen der 2.Bundesliga nicht gerecht
werden konnte.
Gründung des RSV Eintracht Berlin als
Zweigverein
Die erfolgreiche Teilnahme im Berliner Spielbetrieb als
SC Lurich hatte einen entscheidenden Nachteil. Man musste
seine Heimspiele im entfernten Kreuzberg ausrichten, so dass
quasi nur Auswärtsspiele anstanden. Daher entschloss
sichen die Vereinsverantwortlichen einen eigenen Verein in
Berlin zu gründen, welcher sinnvollerweise den Namen
RSV Eintracht erhielt und als juristische Person vollwertiges
Mitglied im Hauptverein ist. Fortan konnte man auch unter
eigenem Namen in Berlin teilnehmen. Für die optimale
Entwicklung der Jungtalente war dies ein sehr wichtiger und
notwendiger Schritt.
Souveräner Klassenerhalt in 2.Bundesliga
Trotz teilweise großer Verletzungssorgen absolvierte
die Mannschaft eine erfolgreiche Premierensaison in der 2.Bundesliga
Pro B. Besonders in der heimischen John-Schehr-Halle lehrt
man den Favoriten das Fürchten und schlägt unter
anderem München (3.), Freiburg (4.) und Crailsheim (5.).
Bereits sieben Spieltage vor Ende stand rechnerisch der Klassenerhalt
fest. Am Ende stehen den 14 Siegen 16 Niederlagen gegenüber,
was zu Platz zehn reicht.
U10, U18 und U20 Brandenburger Meister
Im Brandenburger Spielbetreib können die Jüngsten
der U10, sowie die beide ältesten Jugendteams des U18
und U20 den Titelgewinn bejubeln. Die U18 erreicht anschließend
das Halbfinale als Ausrichter der Ostdeutschen Titelkämpfe,
die U20 wird sogar Ostdeutscher Vizemeister und darf zum zweiten
Mal nach 2004 bei den Norddeutschen Meisterschaften antreten,
wo allerdings selbst ein 83:67 Erfolg gegen den späteren
Vize aus Göttingen nicht zum Weiterkommen reichte.
Die U12 und U14 war in der Berliner Oberliga angetreten und
konnte mit dem jeweiligen Abschneiden im Mittelfeld zufrieden
sein, war man doch jeweils mit fast ausschließlich durch
den jüngeren Jahrgang besetzten Teams angetreten.
Damen und Herren III steigen auf, Herren
II ab
Die Premierensaison für die Damen
in der Berliner Bezirksliga verlief erfolgreich. Das Team
mit Spielertrainerin Doro Schneider sicherte sich die Meisterschaft
und den Aufstieg in die Landesliga. Höhen und leider
zu viele Tiefen hatte das Farmteam in der 2.Regionalliga.
Zwar gelangen Siege gegen die Spitzenteams aus Hermsdorf,
Charlottenburg oder Marzahn, allerdings verlor die junge zweite
Herrenmannschaft von Coach Buchmann zu viele Spiele gegen
die direkte Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt. Somit
stand am Ende der bittere Gang zurück in die Oberliga
fest. Erfreulicher war die Saison für die Herren III,
welche als Vizemeister der Bezirksliga in die Landesliga sofort
zurückkehren konnte.

Saison 2008/09

Das schwere zweite Jahr
Zunächst wurden die Verträge
mit den Trainer Vladimir Pastushenko und Kai Buchmann langfristig
bis 2011 verlängert, um den sportlichen Erfolgsweg weiter
zu gehen. Joe Deister entschied sich gegen eine vierte Saison
im RSV-Dress und für den Weg zurück in seinen kalifornische
Heimat. Auch Kapitän Christoph Weise zog es berufsbedingt
phasenweise in die USA. Seth Engelken ging zu Bayern München,
Jacob Ndi nach Cuxhaven und Marco Woamey nach Landshut. Dafür
kehrten Jonathan Clark und Tim Modersitzki zurück. Weitere
Neuzugänge waren Kevin Schaffartzik (Lichterfelde), Friedrich
Lennartz (Jena) und Stephan Balga (Mistelbach). Als schwierig
erwies sich die Besetzung der Nachfolge von Joe Deister. Auf
dieser Position begann Dmitry Vizersky, gefolgt von Ronald
Howard und Drew Lavender, wobei lediglich letzterer mehr als
würdig in die großen Fußstapfen treten konnte.
Mario Lück (Zehlendorf) und Sebastian Schmohl (Empor
Berlin) verließen das Team im Laufe der Saison in Richtung
2.Regionalliga.
Breiter aufgestellt im Sponsorenbereich
Nich nur sportlich ging es beim RSV voran, auch im Sponsorenbereich
ist eine Zuwachsrate zu verzeichnen. Hauptsponsor Design Bau
AG blieb zusammen mit seiner Vermarktungstochter Alt &
Kelber ein weiteres Jahr dabei. Zudem hielt die MBS in Potsdam
als treuer Partner die Stange. Gleiches gilt für die
Druckerei Grabow, die Eurovia VBU, die TRP Bau GmbH, die AOK
Gesundheitskasse, die Rechtsanwaltskanzlei Waldheim und Partner,
das NH Hotel sowie neu wieder dabei Eon-e.dis. Ebenso neu
und sehr erfreulich ist das Engagement der EMB, welche sich
als erster Sponsor für den Jugendbereich hervortat.
Abteilungsvorstand erweitert
Auf der Mitgliederversammlung beschlossen die anwesenden
Mitglieder einstimmig die Erweiterung des Abteilungsvorstandes
um einen weiteren Stellvertreter und den Jugendkoordinator.
Somit gehören neben dem wiedergewählten Abteilungsleiter
Marcus Boljahn, seinem Stellvertreter Stephan Reitzig und
Kassenwart Bernd Willimzik nun künftig auch Doro Schneider
als weitere Stellvertretende und Kai Buchmann als Jugendkoordinator
dem Vorstand an.
Mission Klassenerhalt geschafft
Man wollte sich gegenüber dem ersten Jahr verbessern.
Allerdings wurde das in der ausgeglichener und stärker
besetzten Pro B alles andere als einfach. Das neue und sehr
junge Team brauchte sehr lange um sich zu finden und unterstrich
sein Potential nur phasenweise. Dementsprechend kritisch sah
lange Zeit die Tabellensituation aus, ehe sich der RSV mit
einem kleinen Lauf zum Ende der Rückrunde von den Abstiegsrängen
etwas absetzen konnte. Allerdings blieb der Abstiegskampf
bis kurz vor Ende spannend, da alles sehr dicht beisammen
lag. Schließlich machte der RSV mit einem 88:80 Heimerfolg
gegen Vizemeister Wolfenbüttel zwei Spieltage vor Schluss
rechnerisch alles klar und landete mit der gleichen Bilanz
wie im Vorjahr (14 Siege, 16 Niederlagen) am Ende sogar noch
auf dem neunten Platz und hat sich tatsächlich gegenüber
dem Vorjahr leicht verbessert.
U12 wird Berliner Meister, U9 Brandenburger
Meister
Den vermeintlich größten Erfolg jemals einer
Brandenburgischen Jugendmannschaft konnte die U12 des RSV
feiern, die sich ungeschlagen den Titel in Berlin sicherte.
Hauptkonkurrent Lichterfelde konnte in einem packenden Duell
vor 150 Zuschauern mit 50:48 auch in heimischer Stätte
bezwungen werden. Als Belohnung wurden gleich sechs RSV-Spieler
in den Kader der Landesauswahl berufen.
Dominik Gericke aus der U14, die sich für das Final Four
qualifizieren konnte, wurde bei der Maßname Talente
mit Perspektive in den Kader der besten 48 Spieler Deutschlands
berufen.
Die jüngste RSV-Mannschaft hatte in ihrer Altersklasse
mit Cottbus nur einen Konkurrenten und distanzierte diesen
deutlich. Die U9 trat deshalb bei den ein Jahr älteren
Kindern mit an und konnte dort am Ende sogar eine positive
Bilanz vorweisen.
Ebenso erfreulich verlaufen ist die Premiere der weiblichen
U10, die Mangels Konkurrenz bei den Jungs mitspielte und gegen
die U9 aus Cottbus das erste Erfolgserlebnis feiern durfte.
Herren II und Herren III steigen auf
Einen doppelten Aufstieg konnten dien
Farmteams des RSV Eintracht bejubeln. Zunächst machten
die Herren II durch einen souveränen 83:62 beim ärgsten
Verfolger aus Fürstenwalde die Rückkehr in die 2.Regionalliga
perfekt, ehe anschließend auch die dritte Mannschaft
durch dreizehn Siege in Folge noch vom letzten Platz nach
drei Spielen auf den Platz an der Sonne kletterte und damit
in die Oberliga nachrückt. Damit ist erstmals eine dritte
Mannschaft eines Vereins in der höchsten Spielklasse
auf Landesebene vertreten.
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